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UNSER WAHLVIDEO

WARUM AUFSICHTSRAT

 

 

 

Wenn die Mächtigkeit von Arbeitnehmervertretungen im Aufsichtsrat automatisch, sozusagen mittels Gesetz gegeben wäre, hätte die Lobby der Aktionäre und Manager schon vor Jahrzehnten dafür gesorgt, dass die dementsprechenden Gesetze geändert oder abgeschafft werden.

 

Im Aufsichtsrat werden die wichtigsten Entscheidungen des Unternehmens getroffen: Die Vorstände werden vom Aufsichtsrat bestellt, die Haushalte, Flottenentscheidungen etc. werden dort abgesegnet. Zudem gibt es klare gesetzliche Vorgaben, nach denen der Aufsichtsrat vergleichsweise frühzeitig über Planungen des Managements informiert werden muss. Allerdings läuft die Kapitalseite im Aufsichtsrat faktisch keine Gefahr, von den Arbeitnehmervertretern überstimmt zu werden. Zwar ist das Gremium mit jeweils 6 Vertretern der Arbeitnehmer und 6 Vertretern der Arbeitgeber paritätisch besetzt, jedoch hat der Vorsitzende bei Stimmengleichheit eine Doppelstimme, so dass es schlimmstenfalls “7:6” ausgeht, selbst wenn der leitende Angestellte mit den übrigen Arbeitnehmervertretern stimmt.

 

Warum also ist es trotzdem so wichtig, dass wir mit vielen und starken Vertretern dort präsent sind?
Nicht trotzdem sondern gerade deswegen!

 

Wenn schwache oder nicht an die Organisationen angebundene Vertreter im Aufsichtsrat sitzen, kann die Kapitalseite ihre Entscheidungen nicht nur durchwinken, sie kann dies dann auch noch heimlich still und leise tun, ohne dass die durchaus vorhandenen Möglichkeiten der Gewerkschaften, die vor allem außerhalb des Aufsichtsrats liegen, genutzt werden. Dazu müssen die Gewerkschaften dort jedoch direkt vertreten sein, um diese größtenteils streng vertraulichen Informationen aus erster Hand zu erhalten.

 

Außerdem ist die Absprache der verschiedenen Arbeit-nehmervertreter untereinander sehr wichtig, damit der Vorsitzende bei falschen Entscheidungen auch gezwungen ist, seine “Königsstimme” zu nutzen. Derzeit konkurrieren viele “unabhängige” Listen von Einzelkämpfern um Eure Stimmen. Das kann nicht funktionieren. Eine Absprache der verschiedenen Verbände und Gewerkschaften ist hier extrem wichtig. Der Einzelne kann aus oben beschriebenen Gründen im Aufsichtsrat wenig ausrichten.

 

Um ein ganz konkretes Beispiel zu nennen: Es steht die Neuausrichtung der Airlines im Thomas Cook Konzern an. Hier geht es um viel Geld und es ist zu erwarten, dass England hier massive Veränderungen plant, die nicht unbedingt zu unseren Gunsten ausfallen sollen. Hier müssen wir sehr gut vernetzt und strategisch mit den anderen Gewerkschaften agieren.

 

WENN DER VORSTAND WEISS, dass wir präsent, vernetzt und gut informiert sind, dann wird er uns kein “X” mehr für ein “U” vormachen können.

 

Die Auseinandersetzung mit Arbeitnehmervertretern ist dem Topmanagement lästig. Das war schon immer so und wird auch künftig nicht anders werden. Nur wenn wir es schaffen, dass diese Lästigkeit zum Alltag dieser Manager wird, weil eine Mehrheit unseres Teams im Aufsichtsrat sitzt - unangenehme Fragen stellt, Bedenken zu Protokoll gibt und die Gewerkschaftsarbeit durch die erhaltenen Informationen dementsprechend ausrichtet - kann das gleiche dauerhaft passieren, wie es punktuell im vergangenen Herbst passiert ist und wie es die Vereinigung Cockpit seit Jahren praktiziert. Es ist dann einfacher uns zuzuhören, als den Versuch zu machen, sich abzuschotten.

 

Jeder sollte seine Stimme nutzen. Es geht um unsere Condor!

 

Die Wahlbeteiligung bei vergangenen Aufsichtsratswahlen war leider sehr schwach. Es ist ungeheuer wichtig, dies zu ändern. Bitte sprecht mit allen Kollegen darüber, ermuntert sie, an der Wahl teilzunehmen. Wir haben eine echte Chance, wenn jeder mitmacht.

 

Wir bitten Euch deshalb nicht nur um Eure Stimme für die Listen “Gemeinsam stark - Kabine und Technik” sowie “UFO”, sondern vor allem darum, Werbung zu machen, damit alle Beschäftigten sich an dieser Wahl beteiligen.

 

Wir haben einen Weg der Professionalisierung und Zuverlässigkeit beschritten - lasst uns dafür sorgen, dass unser Management in Zukunft auch zu mitarbeiterorientiertem Handeln gedrängt wird. Mit Eurer Stimme könnt Ihr den Condor-Mitarbeitern Gehör verschaffen.

 

WAS MACHT DER AUFSICHTSRAT

 

 

 

Wie setzt sich der Aufsichtsrat zusammen?

 

Die Condor firmiert als GmbH und beschäftigt mehr als 3.000 Mitarbeiter. Daher ist die Grundlage für die Zusammensetzung ihres Aufsichtsrats das Mitbestimmungsgesetz. Dieses schreibt vor, dass der Aufsichtsrat aus gleich vielen Anteilseignern (Arbeitgeberseite) und Arbeitnehmern (davon ein leitender Angestellter und zwei Vertreter von Gewerkschaften) zusammengesetzt sein soll.


Der Aufsichtsrat der Condor besteht deshalb aus jeweils 6 Vertretern der Arbeitgeberseite und 6 Vertretern der Arbeitnehmerseite. Dadurch soll ein ausgewogenes Verhältnis beider Gruppen gewährleistet sein.

 

Welche Rechte und Pflichten hat der Aufsichtsrat?

 

Der Gesetzgeber hat der Unternehmensleitung eines Unternehmens den Aufsichtsrat als Kontrollorgan zur Seite gestellt, daher ist die grundlegendste Aufgabe des Aufsichtsrats, die Geschäftsführung, zu überwachen.

 

Hierzu kann der gesamte Rat oder einzelne Mitglieder von der Unternehmensleitung jederzeit einen Bericht über die Angelegenheiten der Gesellschaft verlangen. Die Unternehmensleitung muss diese Fragen ausführlich und wahrheitsgemäß beantworten und hat die Anregungen des Aufsichtsrates aufzunehmen.

 

Er hat aber auch Prüfungspflichten und kann bzw. muss die Bücher der Gesellschaft sowie die Vermögensgegenstände prüfen oder prüfen lassen (insbesondere z.B. den Jahresabschluss der Gesellschaft). Außerdem hat er Berichtspflichten.

 

Der Aufsichtsrat muss mindestens vier Sitzungen im Geschäftsjahr abhalten. Aus dringenden Anlässen kann er sich aber auch öfter treffen.

Die Tagesordnung jeder dieser Sitzungen hat in der Regel den Umfang eines ganzen Aktenordners und teilt sich in Informations- und Zustimmungsgegenstände:

 

Zu den Informationsgegenständen in einer solchen Sitzung gehören z.B. die Berichterstattung über laufende Planungen aller Art, wie Budgetplanungen, Unternehmensfinanzierung, strategische Planungen sowie die Entwicklung von Entscheidungen, die vom Aufsichtsrat in der Vergangenheit getroffen wurden, um eine lückenlose Erfolgskontrolle zu gewährleisten.

 

Zustimmungsgegenstände sind Vorhaben, für die die Entscheidung des Aufsichtsrates nötig ist. Hierzu gehören große Investitionsentscheidungen, Erwerb oder Veräußerung von Gebäuden und Grundstücken, Entscheidungen über neue Produktkonzepte (sofern sie einen gewissen Etat überschreiten) und vieles mehr. So sollen auch eine Reihe von Geschäften (z.B. Kauf und Verkauf von Tochtergesellschaften) nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats vorgenommen werden.

 

Der Aufsichtsrat ist also ganz erheblich bei der Ausrichtung des Unternehmens auf die Zukunft, der Entwicklung und Überprüfung der Geschäftsstrategie sowie bei Entscheidungen über wichtige Investitionen beteiligt.

 

Wer wÄhlt den Aufsichtsrat?

 

Die Wahl des Aufsichtsrats findet bei Condor durch eine Direktwahl statt. Alle Arbeitnehmer der Condor GmbH sind grundsätzlich wahlberechtigt und bekommen die Wahlunterlagen hierfür automatisch zu sich nach Hause geschickt.

 

Die Termine und Infos zur eigentlichen Wahlphase zum Aufsichtsrat sowie Details zum  Wahltag für die Präsenzwahl, werden wir hier in Kürze mitteilen.

 

Fragen zur Wahl und den Wahlunterlagen beantwortet auch der Betriebswahlvorstand unter: Condor Flugdienst GmbH, Betriebswahlvorstand FRA YF/W, Condor Platz, 60549 Frankfurt, Tel.-Nr.: 06107-939-7116, Fax-Nr.: 06107-939-7240

 

Wir bitten Euch, Eure Stimmen den Kandidaten der Liste “Gemeinsam stark - Kabine und Technik” sowie der Liste “UFO” zu geben.

 

Verleiht Eurer Stimme Gewicht:
Gemeinsam stark in den Aufsichtsrat!

 

ANLEITUNG ZUM AUSFÜLLEN DER WAHLUNTERLAGEN

 

Bei Versand der Wahlunterlagen erhaltet Ihr alles was Ihr braucht bequem nach Hause. In der Post befinden sich 3 Wahlzettel mit den dazugehörigen Umschlägen in 3 verschiedenen Farben sowie die Wahlerklärung, die Ihr unterschreiben müsst und der Rücksendeumschlag.

 

Ihr könnt 3 Stimmen abgeben:

 

Euren Arbeitnehmervertreter

Die Gewerkschaft

Den/Die leitende/n Angestellte/n

 

Wenn Ihr nicht alle Stimmen nutzen wollt, könnt Ihr den entsprechenden Stimmzettel ungültig machen und im entsprechenden Umschlag mit zurückschicken oder entsorgen.

Achtet nur darauf, dass für jeden Stimmzettel immer der entsprechende Umschlag in der gleichen Farbe zu verwenden ist.

Wenn Ihr die Stimmzettel ausgefüllt habt und in die entsprechenden Umschläge gelegt habt, müsst Ihr nur noch die Wahlerklärung unterschreiben und dann alles in den Rücksendeumschlag packen und ab zur Post damit. Wichtig ist, nur die passenden Stimmzettel in die farbigen Umschlage zu legen und immer nur einen. Die Erklärung darf auf keinen Fall in die farbigen Umschläge sondern muss separat in den Rücksendeumschlag, sonst kann Eure Stimme nicht gezählt werden und ist ungültig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sollten Unklarheiten bestehen, zögert nicht den Wahlvorstand oder uns anzusprechen,

wir helfen gerne weiter.

 

Den Wahlvorstand erreicht ihr unter:

 

Condor Flugdienst GmbH, Betriebswahlvorstand FRA YF/W, Condor Platz, 60549 Frankfurt, Tel.-Nr.: 06107-939-7116, Fax-Nr.: 06107-939-7240

 

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